Warum die EU-Verordnung über Non-Custodial Wallets nicht funktioniert

Mitglieder des Europäischen Parlaments haben einer kontroversen Verordnung zugestimmt, die den dezentralen Finanzsektor (DeFi) in der EU untergraben könnte. Einige ihrer Bestimmungen, die noch mit anderen europäischen Institutionen koordiniert werden müssen, zielen darauf ab, restriktive Maßnahmen für Transaktionen mit privat verwalteten Krypto-Wallets (unhosted wallets) einzuführen.

Vielleicht hast du bereits davon gehört. Europäische Entscheidungsträger setzten große Schritte in Richtung der Regulation des dezentralen Finanzsektors in der EU. Diese jüngsten Entwicklungen sind ungünstig, und sie betreffen auch dich!

Die Situation auf den Punkt gebracht

Vor kurzem hat die EU mit der Geldtransferverordnung (TFR) die Regulierung von Web3 begonnen, die sich auf Transaktionen und so genannte “nicht gehostete Wallets” bezieht. Wir glauben, dass der vorgeschlagene Regulierungsweg negative Auswirkungen auf europäische Bürger und Unternehmen haben wird. Aus diesem Grund unterstützt Blockpit offiziell den offenen Brief von Unstoppable Finance, zusammen mit vielen anderen bekannten Krypto-Initiativen und -Akteuren.

Das sind einige mögliche und weitreichende Auswirkungen der EU-Verordnung

Der vorgeschlagenen Inhalt der Geldtransferverordnung hat mögliche und weitreichende Auswirkungen auf EU Unternehmen und EU Bürger*innen. Die Forderungen beinhalten unzumutbare bürokratische Verfahren für Crypto Asset Service Providers (CASPs) in einem wachstumsstarken aufstrebenden Wirtschaftszweig.

Die gute Nachricht ist, dass du noch etwas tun kannst, aber die Zeit wird knapp. Die nächste Abstimmung findet am 28. April statt. Zeige den politischen Vertretern, dass du mit einer solch weitreichenden Regulierung nicht einverstanden bist und unterschreibe den offenen Brief.

Ok, du weißt jetzt ungefähr, was die Verordnung und ihre Folgen sind. Aber ist es wirklich so dramatisch? Leider ja. Schauen wir uns die Sache einmal im Detail an.

Worum geht es in der neuen Regelung?

Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des Europäischen Parlaments hat die vorgeschlagene Geldtransferverordnung (TFR) unterstützt. Ziel der neuen Vorschriften ist es, illegale Krypto-Geldströme in der EU zu unterbinden. Neben anderen Bestimmungen verpflichtet die

TFR Krypto-Dienstleister, strenge Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche in Bezug auf Kryptowährungstransaktionen anzuwenden, einschließlich solcher, die von und zu “nicht gehosteten” Wallets gehen. Gemäß der TFR müssen alle Kryptoüberweisungen Informationen zur Identifizierung der Quelle der Vermögenswerte und des Empfängers enthalten.

Was sind gehostete/ nicht gehostete Wallets?

Nicht gehostete (nicht verwahrte) Wallets sind das Äquivalent zu einer Brieftasche in der realen Welt. Die Nutzer sind echte Eigentümer und haben die Kontrolle über ihr Vermögen. Bekannte Beispiele sind Browser Erweiterungen (z.B. Metamask) und Hardware Wallets (z.B. Ledger) Nicht gehostete Wallets sind der Grundstein für Transaktionen im DeFi- Bereich.

Warum sollte mich das interessieren?

Die Verordnung wird unbeabsichtigte und verheerende Auswirkungen haben, die sich negativ auf EU-Bürger und Unternehmen auswirken werden. Die Rechte der Bürger auf Datenschutz und Sicherheit würden durch die Verordnung in ihrer jetzigen Form verletzt werden. Europäische Kryptounternehmen werden im Vergleich zu ihren internationalen Konkurrenten einen wirtschaftlichen Nachteil erleiden, wodurch der Kryptostandort Europa gefährdet ist.

Eine wesentliche Folge könnte eine noch nie dagewesene Abwanderung von Fachkräften aus Europa sein.

Welche Folgen wird diese Verordnung haben?

1. Die Verordnung wird die Möglichkeiten für offene Innovation, Datenschutz und finanzielle Freiheit einschränken. Sie wird die Rolle der EU auf der Weltbühne schwächen.

2. Die weit verbreitete Anwendung von NFTs könnte bedeuten, dass in naher Zukunft fast jedes Unternehmen und jede Person als CASP (Crypto Asset Service Provider) betrachtet werden könnte. Dies würde einen enormen regulatorischen Aufwand bedeuten.

3. Die Datenschutz- und Sicherheitsvorschriften für EU-Bürger werden durch die Offenlegung aller Transaktionen verletzt. Ein weiterer Schritt in Richtung eines gläsernen Bürgers.

4. Transaktionen zwischen einer CASP und einer Nicht-CASP (nicht gehosteten Wallet) werden der Travel Rule unterworfen sein. Dies ist rechtswidrig. Vielmehr sollten diese Transaktionen wie eine Bargeldtransaktion behandelt werden.

6. Krypto-Fonds und Nutzer, die Krypto halten, werden anders behandelt als Fiat. Jede Krypto-Transaktion – und nicht nur die mit einer Mindestschwelle von 1.000 Euro, wie es bei Fiat-Transaktionen der Fall ist – wird “Travel Rule qualifiziert” sein.

Warum sind die Bedenken der EU-Parlamentarier unbegründet und manchmal sogar fehlgeleitet?


1. Die Bedrohung durch kryptogestützte Finanzkriminalität wird dramatisch überschätzt. Die derzeitigen Finanzüberwachungsvorschriften sind ausreichend. Schau dir die Zahlen an:
2021: Kryptotransaktionen mit illegalen Adressen 0,15%
2021: Fiat-Transaktionen im Zusammenhang mit Kriminalität 2-5%

2. Die vom EU-Parlament angesprochenen Sicherheits- und Betrugsbedenken verfehlen den eigentlichen Punkt. Zwar gab es Sicherheitsverletzungen bei zentralisierten Börsenplattformen (z. B. Mt. Gox oder Bitfinex), doch stehen diese nicht im Zusammenhang mit einem Ausfall des eigentlichen Ledgers. Mehr noch, die Sicherheit von Blockchains ist aufgrund der öffentlichen Zugänglichkeit und der Transparenz der Aufzeichnung hoch, was sie zu einem schwachen Instrument für Verschleierung und Geldwäsche macht. Dennoch sind bessere Sicherheits- und Prüfungsstandards für Protokolle erforderlich.

3. Kryptowährungen sind gekommen, um zu bleiben, und werden die Branche weiter grundlegend umgestalten. Von den Anfängen von BTC vor mehr als 10 Jahren bis hin zum Aufschwung von DeFi im Jahr 2020 und einem Wachstum zu einem Wert von mehr als 250 Mrd. gehalten in DeFi. Die EU sollte dies als Chance sehen, Innovationen voranzutreiben und nicht unverhältnismäßig zu regulieren.

Handeln wir jetzt!

Die Kryptotechnologie hat eine massive Welle umwälzender Innovationen ausgelöst,

die Paradigmenwechsel einleiten. Das ist eine Herausforderung für die Regulierungsbehörden. Wir glauben an Aufklärung und Verständnis, um den durch durchschlagenden Fortschritte verursachten Stress zu mindern. Daher unterstützen wir den von Unstoppable Finance initiierten offenen Brief an die EU-Regulierungsbehörden und setzen uns für einen progressiven Regulierungsansatz für aufkommende Krypto- Technologie ein.

Bist du Unterstützer von offener Innovation, Datenschutz und finanzieller Freiheit? Dann bitten wir dich, jetzt den offenen Brief zu unterschreiben und es deinen Freunden weiter zu erzählen. Die nächste Abstimmung findet am 28. April statt.
Es bleibt nur noch wenig Zeit.

Unterschreibe den offenen Brief hier

https://typefully.com/UnstoppableDeFi/zwaan2K

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Haftungsausschluss: Die in diesem Blog-Beitrag bereitgestellten Informationen dienen nur der allgemeinen Information. Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen vervollständigt und erheben weder Anspruch auf Richtigkeit noch auf Genauigkeit. Für detaillierte Informationen zu Krypto-Regulierungen empfehlen wir, einen zertifizierten Rechtsberater im jeweiligen Land zu kontaktieren. Sollten Fragen auftauchen, können Sie uns gerne über unsere Social-Media-Kanäle kontaktieren.

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