Studie zeigt Rekordhoch von 1.3 Mrd. Euro für Steuern durch Kryptowährungen

Blockpit setzt sich zur Aufgabe, Steueraufkommen, die durch den Handel mit Kryptowährungen entstehen können, ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen und bietet zudem konkrete Lösungsansätze für B2B und B2C Kunden. Seit der Geburtsstunde von Bitcoin vor nun mehr als 12 Jahren ist die Blockchain als Grundstruktur für neuartige Finanztransaktionen und der Abbildung von digitalen Werten nicht mehr wegzudenken. So niedrig die Transaktionsgebühren so mancher Blockchain auch sein mögen, umso höher erscheinen die Kursbewegungen einiger Kryptowährungen. Entsprechend hoch fallen die damit verbundenen Gewinne oder Verluste moderner Anleger aus.

Anhand unserer aktuellen Studie konnten Steueraufkommen von 1,28 Mrd. Euro für Deutschland und 375 Mio. Euro für Österreich ermittelt werden. Die Zahlen für diese Hochrechnung basieren auf heuristischen Einschätzungen und der Analyse anonymisierter Nutzerdaten. Dies entspricht etwa 2% des gesamten Einkommensteueraufkommens Deutschlands im Jahr 2019. Für einen durchschnittlichen Kryptowährungsbesitzer beider Länder konnten zum Stichtag 31.12.2020 Portfoliowerte von 32.129 Euro und potenziell steuerpflichtige Gewinne von 10.836 Euro und steuerfreie Gewinne von 7.558 Euro ermittelt werden.
An der Studie beteiligt waren Florian Wimmer, Geschäftsführer von Blockpit, Prof. Dr. Philipp Sandner, dem Gründer des Frankfurt School Blockchain Center, Stefan Schmitt vom Frankfurt School Blockchain Center und mit Prof. Dr. Joerg Andres, Fachanwalt für Steuerrecht und Steuerberater der Dr. Andres Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.

Mittels der in den Studiendaten gezeigten Steueraufkommen lässt sich für kommende Steuerjahre eine zunehmende zwischenstaatliche Wettbewerbsverzerrung prognostizieren. Aktuell bekommen zuständige Behörden noch kaum Informationen über Kryptowährung bezogene Handelsaufkommen. Derzeitige EU Regulierungen beschränken sich etwa noch auf die AML5 Direktive (Anti-Money-Laundering Direktive), die zentralisierte Börsen verpflichtet, Transaktionsaufkommen ihrer Nutzer zu speichern.
Auch in den USA wird an Verschärfungen der Reporting Standards gearbeitet. Die IRS etwa hat Ende 2020 ein neues Steuerformular eingeführt, das Steuerzahler dazu auffordert, den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen zu deklarieren. Für das Jahr 2021 werden weitere Regulierungen erwartet. Unter anderem wird der Common Reporting Standard (CRS) von der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) auf Krypto Handelsplattformen ausgeweitet. Dadurch soll zukünftig Steuervermeidung durch Offshore-Bankkonten adressiert werden, indem ein verpflichtender Informationsaustausch zwischen Handelsplattformen, Banken und Steuerbehörden etabliert wird.
Ähnliche Ausweitungen sind auch für den EU-Raum in Planung. Somit ist zu den bestehenden AML5 Auflagen weitere Regulatorik, welche Finanzdienstleister zum Informationsaustausch mit Behörden verpflichtet, zu erwarten.
Auch die Gesetzesentwürfe des Financial Crimes Enforcement Network (FinCen) zur Regulierung von sogenannten selbstverwalteten Krypto-Wallets, die der US-amerikanische Finanzminister Mnuchin kurz vor seinem Abtritt einreichte, werden mit dem Amtseintritt von Joe Biden weiter verfolgt.

Zudem steigt das Interesse börsennotierter Unternehmen, vermögender Privatpersonen und Vermögensverwalter an Digitale Assets zunehmend. Beste Beispiele für die ernst zu nehmende Entwicklung sind die steigende Zahl von Security Token Offerings (STOs), welche Vermögenswerte wie Wertpapiere und Aktien auf der Blockchain abbilden und der voranschreitende Kampf um die ersten Central Bank Digital Currencies (CBDCs). Als führender Anbieter im D-A-CH Raum in Sachen optimiertes Portfoliotracking inklusive Steuerberechnung empfehlen wir verstärkt allen Steuerpflichtigen, sämtliche Einkünfte aus Kryptowährungen zu dokumentieren, da diese Nachweise auch rückwirkend vom Finanzamt eingefordert werden können.

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Haftungsausschluss: Die in diesem Blog-Beitrag bereitgestellten Informationen dienen nur der allgemeinen Information. Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen vervollständigt und erheben weder Anspruch auf Richtigkeit noch auf Genauigkeit. Für detaillierte Informationen zu Krypto-Regulierungen empfehlen wir, einen zertifizierten Rechtsberater im jeweiligen Land zu kontaktieren. Sollten Fragen auftauchen, können Sie uns gerne über unsere Social-Media-Kanäle kontaktieren.

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