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Muss ich Gewinne aus dem Handel mit Bitcoin und Co. versteuern? Sind Kryptowährungen steuerfrei?


Die Besteuerung von Bitcoin, Ether, IOTA, Litecoin und anderen Kryptowährungen ist in Deutschland gesetzlich nicht explizit geregelt, es kommen vielmehr die allgemeinen Steuerregelungen zur Anwendung, die jedoch wegen der Neuartigkeit dieser Wirtschaftsgüter nicht immer unproblematisch sind. Finanzgerichtliche Entscheidungen existieren noch nicht.

Welche Steuern fallen auf Gewinne aus Mining, Trading, Airdrops und Co. an?


Es liegen „Spekulationsgeschäfte“ im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) vor, sofern eine Kryptowährung innerhalb von einem Jahr angeschafft und veräußert wurde. Als Steuersatz wird der gewöhnliche individuelle Einkommensteuersatz zugrunde gelegt. Dieser beträgt zwischen 14 % und 45 % (der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 % des Steuersatzes).

Die deutsche Bundesregierung hat sich in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage dahingehend geäußert, dass Einkünfte aus privatem Mining sonstige Einkünfte gemäß § 22 Nr. 3 EStG darstellen können. Beim Mining ist die Schwelle zur Gewerblichkeit, einer nachhaltigen, selbstständigen Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht, aber schnell überschritten. Detaillierte Informationen zu dieser Thematik erhalten Sie auch in unserem Kryptosteuer Guide.

Wie hoch ist die Steuerfreigrenze bei Bitcoin, Ether, Dash und Co.?


Wird ein Veräußerungsgeschäft innerhalb der einjährigen Haltefrist abgewickelt, greift zumindest noch eine Freigrenze von 600 Euro p.a. – die Freigrenze gilt allerdings für alle privaten Veräußerungsgeschäfte im betreffenden Jahr, bezieht sich also nicht nur auf Krypto-Geschäfte des Steuerpflichtigen.

Einkünfte unterhalb dieser Freigrenze müssen nicht angegeben werden. Es empfiehlt sich jedoch diese Transaktionen trotzdem aufzuzeichnen und im Falle (z.B. auch Banken gegenüber als Herkunftsnachweis) vorweisen zu können.

Gibt es Trades, die steuerfrei bleiben?


Die Einstufung als Spekulationsobjekt führt steuerlich dazu, dass Veräußerungsgewinne nach einer Haltefrist von mindestens einem Jahr komplett steuerfrei sind. Nicht alle Coins, die verkauft werden, wurden jedoch zuvor im Sinne dieser Vorschrift „angeschafft“, da die Verkäufer sie auf anderem Wege als durch den schlichten Ankauf auf einer Börse erhalten haben könnten.

Wird ein Veräußerungsgeschäft innerhalb der einjährigen Haltefrist abgewickelt, greift noch eine Freigrenze von 600 Euro p.a. – die Freigrenze gilt allerdings für alle privaten Veräußerungsgeschäfte im betreffenden Jahr, bezieht sich also nicht nur auf Krypto-Geschäfte des Steuerpflichtigen.

Wie trage ich Gewinne aus Kryptowährungen in die Steuererklärung ein?


In Deutschland endet am 31. Mai die allgemeine Abgabefrist für jährliche Steuererklärungen in Deutschland – zumindest für diejenigen, die eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen. Wer nicht pünktlich abliefert, muss eventuell eine Strafgebühr zahlen. Die Abwicklung erfolgt über „Elster“ (deutsche elektronische Steuerakte).

Detaillierte Informationen zur Steuererklärung von Coins und Tokens wie Iota, Ether, Litecoin etc. finden Sie in unserem Blogartikel.

Welche Berechnungsmethoden sind erlaubt?


Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten stellt sich häufig das Problem, dass die eingesetzten Coins zu unterschiedlichen Zeitpunkten und unterschiedlichen Kursen oder Anschaffungskosten erworben wurden. Gemäß deutscher Auslegung ist die First in-First out Methode (FIFO) am geeignetsten, die Anschaffungskosten zuverlässig zu bestimmen (vgl. zu Fremdwährungsgeschäften LfSt Bayern v. 12.3.2013, S 2256.1.1-6/4 St32). Mit anderen Worten: Man unterstellt, dass diejenigen Coins, die zuerst angeschafft oder geschürft wurden, auch diejenigen sind, die im Rahmen des privaten Veräußerungsgeschäfts als erstes eingesetzt wurden.

Mit Blockpit können Sie einen Steuerbericht erstellen, der Ihre Transaktionen automatisch mittels FIFO anordnet.

Kann ich Verluste aus dem Handel mit Bitcoin und anderen Coins bzw. Tokens steuerlich geltend machen?


Entsprechende Verluste können gegengerechnet werden und sowohl zurück- als auch in zukünftige Jahre vorgetragen werden und so mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden. Die Blockpit-Plattform hilft Ihnen dabei, Gewinne und Verluste aus Trades automatisch zu dokumentieren.

Wie hoch ist die Steuer auf Kryptowährungen in Deutschland?


Als Steuersatz wird der gewöhnliche individuelle Einkommensteuersatz zugrunde gelegt. Dieser beträgt zwischen 14 % und 45 % (der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 % des Steuersatzes).

Wie kann ich die Steuern auf Kryptowährungen vermeiden bzw. reduzieren?


Als Privatperson haben Sie die Möglichkeit, Coins bzw. Tokens länger als ein Jahr zu halten, um eine Steuerpflicht auf Gewinne zu vermeiden. Werden die Trades im Rahmen einer GmbH getätigt, die auf den Handel mit Kryptowährungen spezialisiert ist, ist grundsätzlich jeder Trade steuerpflichtig. Es besteht die Möglichkeit, die Bemessungsgrundlage durch Trades zur Realisierung von Verlusten (falls möglich) kurz vor Ende der Jahresfrist zu reduzieren. In der Blockpit-Plattform können Sie alle Trades automatisiert aufzeichnen und in wenigen Minuten einen Steuerbericht erstellen, der für ein günstiges Steuerergebnis hilfreich ist. Genauere Informationen können auch in unserem Blogbeitrag nachgelesen werden.

Wie berechne ich die Steuern für Bitcoin, Litecoin, Dash, Ether, Iota usw?


Um ein günstiges Steuerergebnis zu erzielen, sollten Sie bei der Steuererklärung einen vollständigen Report über alle Transaktionen vorweisen können. Tools wie Blockpit bieten die automatische Erstellung eines solchen Reports an. Die Steuerschuld selbst berechnet das Finanzamt, diese hängt von Ihrem Gesamteinkommen ab.

Was passiert bei Missachten der Steuerpflicht?


Steuerhinterziehung ist in Deutschland eine Straftat, die laut Abgabenordnung (AO) mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren oder einer Geldstrafe geahndet wird. Auch der Versuch der Steuerhinterziehung ist strafbar.

Zu unterscheiden ist die Steuerhinterziehung von der leichtfertigen Steuerverkürzung, die lediglich eine Ordnungswidrigkeit darstellt und deshalb von den Finanzbehörden verfolgt werden kann, aber nicht muss. Die Ahnung von Steuerstraftaten ist zwingend vorgeschrieben. Während bei der Steuerhinterziehung der vorsätzlich handelnde Täter bestraft wird, wird der leichtfertig handelnde Täter lediglich für eine Ordnungswidrigkeit belangt. Steuerverkürzungen, bei denen dem Täter ein Vorsatz für seine Tathandlung nicht nachgewiesen werden kann, können bei Vorliegen der übrigen Tatbestandsvoraussetzungen als leichtfertige Steuerverkürzung geahndet werden.

Wieso können Regierungen und Behörden Krypto-User zurückverfolgen, obwohl der Handel mit Bitcoin und Co. anonym ist?


Durch die Analyse der jeweiligen Blockchain mittels spezieller Software oder durch den Druck von Behörden auf Exchanges auf Herausgabe von Userdaten könnten umfassend User ausgeforscht werden. Es ist schwierig zu sagen, wie weit die Behörden (besonders die Finanzverwaltung) derzeit technologisch gehen.

Nutzen Sie die kostenlose Betaversion von Blockpit

Wir helfen bei der Berechnung von Steuern auf Bitcoin, Ether, Dash und Co.