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Wie wird man mit NFTs reich? Ein Gespräch mit Millionär Mike Hager

Apr 08, 2022 Marilyn Wilkinson Marcell Nimführ lesezeit 5 MIN

Mit 27 verschuldet, mit Mitte 30 schon Millionär. Mike Hager wurde durch seine Kunstfigur “Studiotechniker Nullinger“ beim Radiosender Antenne Bayern bekannt. Der bayerische Comedian, der heute auch Spiegel-Bestseller-Autor von drei Finanz-Büchern ist, hat es geschafft, sich innerhalb von 6 Monaten ein 7-stelliges NFT Portfolio aufzubauen.

Anlässlich seines neuen Buches “Reich mit NFTs” hat sich Unchained. The Blockpit Magazine mit Mike Hager zusammengesetzt, um mehr über seine Investment-Strategien zu erfahren. In einem persönlichen Gespräch verrät er, wie er zehn Bored Apes ergattert hat, was man machen muss, um Erfolg mit NFTs zu haben und warum das richtige Money Mindset so wichtig ist.

Bevor wir in das spannende Thema NFTs einsteigen: Mit 27 hattest du €35,000 Schulden, heute bist du Millionär. Wie kam es dazu?

Die Schulden sind mit zwei Säulen zustande gekommen. Das eine war, ich habe damals mit Selbständigkeit angefangen und habe Geld für die Steuer auf die Seite gelegt. Und irgendwann hat mein Steuerberater gesagt: Herr Hager, jetzt wird die Steuer fällig. Und da habe ich gesagt: Super, die habe ich auf der Seite. Dann sagt er, ja, und dieselbe Summe nochmal als Vorauszahlung fürs nächste Jahr. Die hatte ich noch nicht. Das war der eine Teil.

Der andere Teil ist: Ich habe damals eine Penny Stock, so eine Aktie die nur ein paar Cent kostet gekauft, die ziemlich in die Höhe gegangen ist. 

Ab diesem Zeitpunkt habe ich für mich selbst beschlossen: Okay, das darf nie wieder passieren. Ich habe mich sehr viel mit dem Thema Geld und Investments auseinandergesetzt.

Ich habe sehr viele reiche Menschen auch gefragt, wie sie es gemacht haben, wie das geht und wie ich das auch machen kann. Ich habe sehr viele von deren Ratschlägen umgesetzt und habe ganz viel tatsächlich auch mit dem Mindset, also mit der inneren Einstellung, gearbeitet.

Für mich selbst zu dieser Zeit als ich noch kein Geld hatte, habe ich schon immer gesagt, zu jedem der‘s nicht hören wollte, mit spätestens 40 bin ich Millionär. Und alle haben gesagt, “Ja, und wie?”. 

Ich wusste selber auch nicht wie. Ich habe aber tatsächlich eben sehr viel lernen dürfen aus Büchern und aus wirklich erfolgreichen Mentoren. Ich habe es dann mit 35 tatsächlich schon geschafft.

Ich habe dann fröhlich weitergemacht und inzwischen auch sehr vielen anderen Menschen schon zu einem guten Vermögen verholfen, indem ich ihnen wiederum mein Wissen weitergeben habe.

Wer hat dir den besten Ratschlag gegeben und was war er?

Was schon sehr lebensverändernd für meine finanzielle Entwicklung war, zu verstehen, wie Immobilien funktionieren, und, dass Immobilien mehr oder weniger die einzige relativ sichere Möglichkeit für eine Privatperson in Deutschland sind, ein geregeltes Geschäft zu tätigen. Also praktisch mit wenig Geld ein größeres Asset zu kaufen, das dann für dich rentiert. 

Ein klassisches Beispiel: 10.000 Euro Eigenkapital, 90.000 von der Bank. Damit eine 100.000 Immobilie kaufen, die eine Mietrendite abwirft. 

Dieses Grundprinzip hat schon sehr, sehr viele Menschen sehr vermögend gemacht und funktioniert auch heute noch sehr gut. Also so ein bisschen Eigenkapital zusammensparen, den Rest von der Bank leihen. Damit eine Immobilie kaufen. Das war schon eine der aller, aller wichtigsten Sachen. Und ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten Sachen, neben einigen anderen, um sich ein Vermögen aufzubauen.

Das ist aber nicht sehr außergewöhnlich?

Vermögen aufbauen ist tatsächlich recht gewöhnlich und recht langweilig. Es geht um drei Hebel: Einkommen erhöhen, Ausgaben verringern und Investitionen tätigen. Wenn du diese drei Hebel sehr rigide betätigst, und vor allem sehr lange, also nicht für mal 6 Monate oder ein Jahr, sondern eher für 7, 8, 9, 10, 12 Jahre, dann wirst du vermögend. 

Das ist keine Zauberei. Das haben sehr, sehr viele Menschen schon vor uns gemacht. Es ist halt eher ein bisschen spießig und langweilig. Klar, heutzutage nimmst du natürlich noch ein bisschen NFTs mit dazu, nimmst ein bisschen Kryptowährungen mit dazu, DeFi natürlich, dezentralisierte Finanzdienstleistungen… Es gibt schon sehr, sehr viele interessante Bereiche, in denen du einen der drei Hebel betätigen kannst: Einkommen erhöhen, Ausgaben verringern, sinnvoll investieren. Aber das Grundprinzip, diese drei Hebel, ist immer das Gleiche und ist sehr gewöhnlich, tatsächlich.

Du hast einige Wörter jetzt gesagt, Krypto, DeFi, NFTs. Was sind denn NFTs genau?

NFTs sind non fungible tokens, nicht fungible Eigentumszertifikate, die auf der Blockchain liegen. Fungibel ist etwas, was austauschbar ist. Einen 100 kannst du austauschen mit einem anderen 100. Nicht fungibel sind Unikate. Du kannst einen Ehemann nicht mit einem anderen Ehemann einfach so austauschen, obwohl das manche machen, aber trotzdem sind sie Unikate. Du kannst nicht ein Einfamilienhaus mit einem anderen austauschen, das sind Unikate. 

NFTs sind Unikate auf der Blockchain, Eigentumszertifikate, in der Regel für die digitalen Güter. Das können Sound Files sein, das können Videos sein, das können Bilder sein, das können Dateien aller Art sein, die du mit diesem NFT besitzt. 

Lass uns über dein Portfolio sprechen. Du hast innerhalb von 6 Monaten ein 7-stelliges NFT Portfolio aufgebaut. Du besitzt Bored Apes und Cryptopunks. Wie hast du dich dann für ausgerechnet diese NFTs entschieden? Warum Affen und keine Papageien oder sowas?

Grundsätzlich geht’s immer beim Investieren um ein paar grundlegende Sachen. Du solltest das, worin du investierst erst mal verstehen. 

Ich habe tatsächlich erst mal schon “blind” etwas gekauft, das waren meine ersten 2 Kryptopunks. Ich bin dann aber hergegangen und bin sehr tief eingetaucht in die NFT-Welt und habe dann sicher irgendwas nördlich von 3000 Stunden Recherche, die auch heute noch anhält, in diesem Bereich aufgewendet, um erstmal für nicht nur grundlegendes sondern sehr tiefes Wissen zu sorgen. 

Also Investment-Regel Nummer 1: besorge dir für den Bereich, in den du investieren möchtest, Wissen, sodass, du nur in das investierst, was du auch wirklich verstehst. Das ist immer so.

Dann kommt natürlich eine andere Regel dazu. Das ist bei mir das asymmetrische Risiko: Was ist das Worst Case Scenario was passieren kann, wenn ich 160 Euro investiere, oder 1000? Dann kann ich 160 oder 1000 Euro verlieren, fertig. Das ist das höchstmögliche Risiko, das ich eingehe. 

Wenn ich einen Bored Ape minte, was habe ich für ein Risiko? Als ich die zehn Bored Aps für jeweils 0,08 Ether (€180) gemintet habe, waren das damals €1800. Das Risiko ist also diese €1800 zu verlieren. Jetzt hatte ich natürlich im NFT-Bereich schon gesehen, da dreht sich schon sehr schnell mal um den Faktor 2,3,5,10,100 oder 1000 X. Ich habe eine sehr geringe Downside und eine sehr hohe Upside. 

Dann kommt eine Regel dazu, die hat sehr viel damit meinem Bauchgefühl zu tun. Habe ich bei diesem Investment ein gutes Bauchgefühl? 

Wenn ich früher eine Immobilie gekauft habe, bin ich reingegangen, habe mir die Immobilie angesehen und in erster Linie habe ich immer auf mein allererstes Bauchgefühl gehört. Ich habe Immobilien besichtigt, die hatten tolle Zahlen, tolle Rendite, tolle Lage, tolle alles und ich habe sie trotzdem nicht gekauft, weil mein Bauch gesagt hat, irgendwas passt nicht. Und dann eben bei dieser Bauchentscheidung, gefällt mir dieser NFT, gefällt mir dieser NFT so gut, dass wenn der irgendwann mal “wertlos” ist, der für mich immer noch einen Wert hat, weil er mir halt gefällt? Und so war‘s bei den Bored Apes.

Du bist ja recht früh bei NFTs eingestiegen. Du warst einer von den ersten in deinem Freundeskreis. Sogar deine Bitcoin-Freunde hatten nicht so viel mit NFTs zu tun. Ist es jetzt schwieriger geworden, mit NFTs erfolgreich zu werden? Ist es jetzt zu spät, einzusteigen?

Grundsätzlich ist es überhaupt nicht zu spät einzusteigen. Es ist definitiv sehr wichtig und immer noch früh genug, einzusteigen, um sich mal mit dieser Technologie überhaupt zu beschäftigen. Ich denke, diese Technologie wird in unserer Leben so stark eindringen, wie es als letztes das Internet machte. Also sich mit der Technologie zu beschäftigen, und da einzusteigen, halte ich für extrem wichtig. 

Darüber hinaus halte ich es auch für sinnvoll, sich für den Investment-Bereich damit auseinanderzusetzten, weil‘s einfach sehr, sehr gute Investment Opportunities gibt. Und man mit denen gutes Geld verdienen kann. 

Kann denn jeder mit NFTs reich werden?

Ich denke, dass wirklich jeder reich werden kann. Das ist natürlich auch noch wichtig, dass jeder für sich selbst definiert, wo Reichtum für ihn losgeht. Und wie du reich werden kannst. Da gehören ein paar ganz wichtige Sachen dazu, vor allem ganz viel innere Einstellung. Und dann unter dieser Vorgabe, dass jeder reich werden kann, dann kann man sich eigentlich aussuchen. Du kannst mit Immobilien reich werden. Du kannst mit einem Job reich werden. Du kannst als Künstler reich werden. Du kannst als Händler reich werden. Du kannst dann natürlich auch mit NFTs reich werden. 

Höre dir den ganzen Podcast an und erfahre, worauf Mike beim Kauf eines NFTs Wert legt, wie er sich vor Hacks und Scams schützt und wie die Zukunft von NFTs aussehen könnte.

Möchtest du mehr über Mike und seine NFT-Invesment-Strategien lernen? Sein Buch “Reich mit NFTs” ist ein hilfreicher Wegweiser für jeden, der mit NFTs beginnen möchte oder sogar schon fortgeschritten ist. “Reich mit NFTs” ist auf Amazon, Thalia und so ziemlich überall erhältlich.

In seinem Mentoring “Future of Finance” gibt Mike sein Wissen weiter, um so vielen Menschen wie möglich zu zeigen, dass auch sie vermögend werden können.

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