BMF Schreiben Kryptowährungen: Rechtssicherheit und die Verlängerung der Frist auf 10 Jahre

Einleitung
Mit dem am 17.6.2021 veröffentlichen Entwurf des BMF-Schreibens zur steuerlichen Behandlung der Kryptowährungen wurde ein großer Schritt in Richtung Rechtssicherheit gemacht, welcher auch unsere bisherigen Auffassungen fast gänzlich bestätigt. Das höchst umstrittene Thema der Verlängerung der Jahresfrist auf 10 Jahre wird von BMF erwartungsgemäß entsprechend dem Wortlaut des Gesetzestextes interpretiert. Blockpit stellt sicher, dass die mit der Cryptotax erstellten Steuerreports auf dem aktuellsten Stand sind und den steuerrechtlichen Vorgaben entsprechen. Was dieses BMF-Schreiben für die Nutzer des Blockpit Cryptotax Lösung bedeutet wird in diesem Artikel erklärt. Die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen ist in vielen Bereichen eine Interpretationssache. Im Frühjahr 2018 hatte sich das BMF zur umsatzsteuerlichen Betrachtung geäußert, seitdem wurde mit Spannung eine Stellungnahme auch zu ertragsteuerlichen Fragestellungen erwartet. Nun wurde am 17. Juni 2021 ein Entwurf des BMF-Schreibens veröffentlicht, der detailliert darauf eingeht, wie die Erträge aus Kryptowährungen zu besteuern sind und damit für mehr steuerliche Klarheit auch bei privaten Kryptoinvestoren und Tradern sorgt. Da es sich im ersten Schritt um einen Entwurf handelt, könnte es bis zur finalen Version noch einige Anpassungen geben. Auf die wichtigsten Punkte des Schreibens möchten wir hier dennoch schon mal kurz eingehen und erklären was diese für unsere Nutzer bedeuten.

Bestätigung unserer Auffassung
In den meisten Bereichen bestätigt das BMF unsere Auffassung und somit ist unsere Cryptotax Applikation bereits im Einklang mit den Bestimmungen aus dem BMF-Entwurf.

  • Eine Depottrennung wurde genauso bestätigt wie die Anwendung des FIFO-Verfahrens.
  • Der Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen wird weiterhin entsprechend § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) als privates Veräußerungsgeschäft (PVG) eingeordnet und somit grundsätzlich die steuerfreie Veräußerung nach einem Jahr bestätigt.
  • Auch die Bewertung entsprechend den Marktwerten des eingehenden Assets ist bereits korrekt in unserem Tool implementiert.
  • Nicht zuletzt werden auch die Erträge aus Staking, Lending, Mining, Masternodes, Hardforks, Airdrops, Bounties und Margin Trading bereits entsprechend dem BMF-schreiben in unseren Steuerreports berücksichtigt.

Verlängerung der Haltefrist auf 10 Jahre
In diesem Entwurf geht BMF davon aus, dass bei den Kryptowährungen, mit denen Erträge erwirtschaftet werden, z.B. durch Staking, Lending, Liquidity Mining oder Yield Farming, die Veräußerungsfrist auf 10 Jahre verlängert wird. Unsere Big 4 Partner vertreten hier aktuell eine andere Meinung und sind der bisherigen Auffassung, dass die Haltefrist nicht verlängert wird. Eine ausführliche Darstellung dieser Rechtsauffassung findest du hier. Dennoch wird das BMF-Schreiben, falls es in dieser Form auch tatsächlich umgesetzt wird, bindend für die Finanzämter, mit der Folge dass jede andere Auffassung vor Finanzgerichten eingeklagt werden muss. Letztendlich muss man die endgültige Fassung der Stellungnahme abwarten. Wir möchten aber unseren Nutzern versichern, dass sie mit unserer Cryptotax Software auf jeden Fall weiterhin eine möglichst rechtskonforme bzw. eine von Finanzämter nicht zu beanstandende Lösung nutzen können.

Mining und die Steuer
Das BMF vertritt die Ansicht, dass Mining grundsätzlich eine gewerbliche Tätigkeit entsprechend § 15 EStG darstellt. Jedoch wird auch eine nicht gewerbliche Tätigkeit nicht ausgeschlossen, zum Beispiel wenn die Gewinnerzielungsabsicht nicht gegeben ist oder im Rahmen der privaten Vermögensverwaltung. Letztendlich obliegt es dem Steuerzahler zu beweisen, dass es sich um eine nicht gewerbliche Tätigkeit handelt. In der Praxis wird es für Privatpersonen in Deutschland aufgrund der hohen Strom- und Hardwarekosten schwierig auf Dauer Gewinne zu erwirtschaften und somit wäre eine nicht gewerbliche Behandlung in vielen Fällen begründbar. In dieser Hinsicht ändert es sich nichts für unsere Nutzer, unsere Applikation bietet im Bereich der privaten Tätigkeiten, wie beim Mining, eine Auslegung, die man auch im BMF-Schreiben wiederfindet. Eine Hilfe bei der Fragestellung ob es bei Mining oder anderen Tätigkeiten zu steuerlichen Gewerblichkeit kommen kann, bietet unser Gewerblichkeitstest. Was bedeutet das BMF-Schreiben für die Blockpit Cryptotax Nutzer? Wir haben den Entwurf des BMF-Schreibens mit unseren Partnern genau analysiert und in allen Punkten mit unserer Steuerlogik abgeglichen. Auch wenn es nicht die finale Fassung ist, sind wir bereits dabei die möglichen Auswirkungen in unserer Software zu berücksichtigen. Dies betrifft vor allem die im Raum stehende Verlängerung der Haltefrist bei den ertragbringend veranlagten Assets. Wir werden auf jeden Fall mit unserer Lösung weiterhin die maximale Rechtssicherheit bei minimalen Konzessionen an der steueroptimierten Auslegung der entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen anbieten. Blockpit Cryptotax Nutzer werden weiterhin korrekte Berechnung der zu versteuernden Gewinne ohne Einschränkung der Rechtskonformität genießen.

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Haftungsausschluss: Die in diesem Blog-Beitrag bereitgestellten Informationen dienen nur der allgemeinen Information. Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen vervollständigt und erheben weder Anspruch auf Richtigkeit noch auf Genauigkeit. Für detaillierte Informationen zu Krypto-Regulierungen empfehlen wir, einen zertifizierten Rechtsberater im jeweiligen Land zu kontaktieren. Sollten Fragen auftauchen, können Sie uns gerne über unsere Social-Media-Kanäle kontaktieren.

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