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Muss ich Gewinne aus dem Handel mit Bitcoin und Co. versteuern?


Je nach Art und Umfang der Einkünfte kommen unterschiedliche Steuerregelungen zum Tragen. Grundsätzlich sind Einkünfte aus Mining, Trading, Airdrops, Masternodes etc. mit einzelnen Ausnahmen steuerpflichtig.

Das Bundesministerium für Finanzen äußerte sich erstmals am 25.07.2017 zur steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen. Diese Klarstellungen enthalten Informationen zur steuerlichen Beurteilung von Vorgängen wie „Mining“ sowie der Bewertung von Kryptowährungen bzw. deren Besteuerung im Privat- und Betriebsvermögen.

Welche Steuern fallen auf Gewinne aus Mining, Trading, Airdrops und Co. an?


Liegen Einkünfte aus einem Spekulationsgeschäft vor, werden diese nach dem Regeltarif (je nach Einkommenshöhe bis zu 55%) besteuert. Werden die Kryptowährungen im Rahmen einer GmbH gehalten, die auf den Handel mit Kryptowährungen ausgerichtet ist, fällt auf Ebene der Körperschaft 25% Körperschaftsteuer auf den Gewinn an. Bei Ausschüttung des Gewinnes fällt ergänzend 27,5% Kapitalertragssteuer (KEst) an, sodass sich insgesamt ein Steuersatz iHv 45,63 % ergibt.

Werden Kryptowährungen geschürft („Mining“), liegt grundsätzlich eine gewerbliche Tätigkeit vor, die entsprechende steuerliche Konsequenzen nach sich zieht. Das Minen von Kryptowährungen wird somit nicht anders behandelt als die Herstellung sonstiger Wirtschaftsgüter. Detaillierte Informationen zu dieser Thematik erhalten Sie auch in unserem Kryptosteuer Guide.

Wie hoch ist die Steuerfreigrenze bei Bitcoin, Ether, Dash und Co.?


Einkünfte aus Spekulationsgeschäften bleiben laut derzeitigem Stand in Österreich steuerfrei, wenn sie im Kalenderjahr 440 Euro nicht übersteigen.

Gibt es Trades, die steuerfrei bleiben?


Werden Kryptowährungen im Privatvermögen gekauft und verkauft, gilt ein Beobachtungszeitraum von einem Jahr. Wenn innerhalb dieses Jahres gekauft und verkauft wird, so ist der Veräußerungsgewinn steuerpflichtig. Werden die Kryptowährungen länger als ein Jahr nach dem Kauf gehalten und erst danach verkauft, so entfällt die Steuerpflicht.

Einkünfte unterhalb dieser Freigrenze müssen in Österreich nicht angegeben werden. Diese sollten jedoch trotzdem genau dokumentiert werden.

Wie trage ich Gewinne aus Kryptowährungen in die Steuererklärung ein?


Sofern es sich um natürliche Personen handelt, sind die Einkünfte unter der Rubrik „Sonstige Einkünfte“ - Einkünfte aus sonstigen Leistungen bzw. aus Spekulationsgeschäften anzuführen. Bei GmbHs, die auf den Handel mit Kryptowährungen spezialisiert sind, ist eine Körperschaftsteuererklärung auszufüllen (in der Regel wird es sich um Kursgewinne und Kursverluste bzw. den jeweiligen Posten in der GuV-Rechnung handeln).

Eine Anleitung, wie Kryptowährungen von Privatanlegern richtig in der Steuererklärung eingetragen werden müssen, findet sich in einem unserer Artikel.

Die Abgabe der Steuererklärung hat bis zum 30.06. des Folgejahres elektronisch über FinanzOnline zu erfolgen, d. h. die Abgabe der Steuererklärung 2017 ist bis zum 30.06.2018 einzureichen. Bei Vertretung durch einen Steuerberater gelten längere Fristen (max. bis März des zweitfolgenden Jahres).

Mit der Blockpit-Plattform können Sie automatisch einen vollständigen Bericht über Ihre Transaktionen erstellen, der beim Finanzamt und Banken gegenüber als Nachweis dient.

Welche Berechnungsmethoden sind erlaubt?


Wird in einem „virtual Wallet“ eine Kryptowährung gehalten, welche zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie zu unterschiedlichen Tageskursen angeschafft wurde, ist im Falle eines Verkaufs für das Vorliegen eines Spekulationsgeschäfts sowie für die Höhe möglicher Spekulationseinkünfte entscheidend, welche dieser jeweiligen „Tranchen“ verkauft wird. Dabei kann der Steuerpflichtige eine beliebige Zuordnung vornehmen, wenn der Bestand der jeweiligen angeschafften Kryptowährung hinsichtlich Anschaffungszeitpunkt und Anschaffungskosten lückenlos dokumentiert ist. Sofern dies nicht der Fall ist, sind die jeweils ältesten Einheiten einer Kryptowährung als zuerst verkauft anzusehen (First in-First out-Methode). Weitere Berechnungsmethoden sind LIFO (Last in-First out) und HIFO (Highest in-First out). Informationen über die verschiedenen Berechnungsmethoden der Web App finden Sie hier.

Kann ich Verluste aus dem Handel mit Bitcoin und anderen Coins bzw. Tokens steuerlich geltend machen?


Verluste aus Spekulationsgeschäften können nur innerhalb dieser Einkunftsart gegengerechnet werden.

Wie hoch ist die Steuer auf Kryptowährungen in Österreich?


Liegen Einkünfte aus einem Spekulationsgeschäft vor, werden diese nach dem Regeltarif (je nach Einkommenshöhe bis zu 55%) besteuert. Werden die Kryptowährungen im Rahmen einer GmbH gehalten, die auf den Handel mit Kryptowährungen ausgerichtet ist, fällt auf Ebene der Körperschaft 25% Körperschaftsteuer auf den Gewinn an. Bei Ausschüttung des Gewinnes fällt ergänzend 27,5% Kapitalertragssteuer (KEst) an, sodass sich insgesamt ein Steuersatz iHv 45,63 % ergibt.

Detaillierte Informationen zur steuerlichen Behandlung von Bitcoin und Co. in Österreich finden Sie auch in unserem Kryptosteuer Guide.

Wie kann ich die Steuern auf Kryptowährungen vermeiden bzw. reduzieren?


Als Privatperson haben Sie die Möglichkeit, Coins bzw. Tokens länger als ein Jahr zu halten, um eine Steuerpflicht auf Gewinne zu vermeiden. Werden die Trades im Rahmen einer GmbH getätigt, die auf den Handel mit Kryptowährungen spezialisiert ist, ist grundsätzlich jeder Trade steuerpflichtig. Es besteht die Möglichkeit, die Bemessungsgrundlage durch Trades zur Realisierung von Verlusten (falls möglich) kurz vor Ende der Jahresfrist zu reduzieren. Die Steuerschuld lässt sich außerdem reduzieren, indem Sie die für Sie optimale Berechnungsmethode verwenden. Dafür ist es nötig alle Trades genau zu dokumentieren. In der Blockpit-Plattform können Sie alle Trades automatisiert aufzeichnen und in wenigen Minuten einen Steuerbericht erstellen, der die Trades anhand der günstigsten Berechnungsmethode anordnet. Genauere Informationen können auch in unserem Blogbeitrag zum Thema nachgelesen werden.

Wie berechne ich die Steuern für Bitcoin, Litecoin, Dash, Ether, Iota usw?


Um ein günstiges Steuerergebnis zu erzielen, sollten Sie bei der Steuererklärung einen vollständigen Report über alle Transaktionen vorweisen können. Tools wie Blockpit bieten die automatische Erstellung eines solchen Reports an. Die Steuerschuld selbst berechnet das Finanzamt, diese hängt von Ihrem Gesamteinkommen ab.

Was passiert bei Missachten der Steuerpflicht?


Besteht ein Vorsatz (bedingter Vorsatz ist ausreichend) auf die Verletzung einer abgabenrechtlichen Anzeige-, Offenlegungs- oder Wahrheitspflicht, wird eine Abgabenhinterziehung nach dem Finanzstrafgesetz bewirkt. Bei der Verkürzung einer Abgabenschuld wird des Weiteren ein abgabenrechtliches Verfahren nach der Bundesabgabenordnung (BAO) eingeleitet.

Wieso können Regierungen und Behörden Krypto-User zurückverfolgen, obwohl der Handel mit Bitcoin und Co. anonym ist?


Durch die Analyse der jeweiligen Blockchain mittels einer speziellen Software bzw. durch den Druck von Behörden auf Exchanges (in Österreich z.B. Bitpanda) auf Herausgabe von Userdaten könnten umfassend User ausgeforscht werden. Es ist schwierig zu sagen, wie weit die Behörden (besonders das Finanzamt) derzeit technologisch gehen, jedenfalls wird mittels eines FinTech-Beirates (mit einem Schwerpunkt auf Kryptowährungen) sowie mit Tätigkeiten des Bundeskriminalamts (für forensische Analyse von Bitcoin und anderen Kryptowährungs-Transaktionen) bereits auf Entwicklungen im Bereich der Kryptowährungen reagiert.

Nutzen Sie die kostenlose Betaversion von Blockpit

Wir helfen bei der Berechnung von Steuern auf Bitcoin, Ether, Dash und Co.